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das war tatsächlich der schwerste tag meines lebens

ich bin sehr erstaunt darüber, wieviel ablenkung diese katholischen rituale bringen und diese gebets-mantras, von denen ich schon so lange abstand halte, die habe ich trotzdem in fleisch und blut.

merkwürdigerweise habe ich im moment auch garnicht mehr das bedürfnis, aus dem katholenverein auszutreten, obwohl ich seit wochen, sogar monaten immer wieder davon spreche und damit wohl auch mein *wiederauferstehungsabo* kündigen würde, wie das mal so zauberhaft hier formuliert wurde.

ob das überhaupt was mit meinem glauben zu tun hat?
i don’t know.

vielleicht fällt es noch unter das schlagwort *trauerbewältigung*. heute ist einfach alles besonders schwer, und richtig drüber nachdenken kann ich garnicht. ich hab mir heute oft gewünscht, einen stärkeren glauben zu haben, um nicht so verloren zu sein. all diese rituale sind wohl sowieso nur für die hinterbliebenen da. hey, aber wenns hilft, wenn man einen geliebten menschen verliert – warum nicht?

ich hab heute jedenfalls auch ziemlich lange über das wort *gebenedeit* grübeln müssen. was für ein merkwürdiges wort!! je öfter ich es ausgesprochen habe, desto merkwürdiger wurde es! dass es sowas wie „gesegnet“ heißt, das weiss ich ja. aber gebenedeit! gebenedeit! gebenedeit! gebenedeit! das klingt als wort einfach total schräg, oder?

2 wortspenden: “das war tatsächlich der schwerste tag meines lebens”

  1. Clemens meint dazu:

    Gebenedeit klingt eher veraltet als schräg, finde ich.

  2. miezemedusa meint dazu:

    wow. when it rains, it pours.
    das tut mir sehr leid (ich kann ja mit ‚mein beileid‘ gar nicht, weiß aber nie was sagen, vor ein paar jahren hab ich zu einem freund, der mir erzählte, dass seine mutter gestorben ist ‚entschuldigung‘ gesagt, weil mir obiges nicht eingefallen ist, dabei hab ich wirklich nichts dafür gekonnt)…
    ich hoff es geht dir.
    d

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