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i saw the signs …

eher zufällig ging ich gestern ins kino: signs mit eiblmichi und kati.

die vorschau hab ich schon mal gesehen und als ich mich reinsetzte, dachte ich mir noch „jaja, gruselgrusel, das wird sicher n-e-t-t“ … es war auch nett, mel gibson, ein paar liebe kleine kinder, verknüpfte familienbande durch joaquin phoenix, eine idyllische farm in pensylvania, alles schön entspannt … und dann die aufgewärmte kornkreisgeschichte, die mich ja nicht so wirklich überzeugt hat als thema eines gruselfilms.

die story möchte ich nicht vorwegnehmen, aber nur soviel: der spannungsbogen reißt während des ganzen films nicht ab, und wenn man sich sicher fühlt, wenn mel gibson und joaquin phoenix über glauben, verlorenen glauben, tote ehefrauen (die eher grauslich ums leben kamen) und alien-kornkreise quatschen, dann ist das nur ein hinterhalt, in den uns m. night shyamalan führt. denn schon wenige momente später schockt dich eine beschissene zugeknallte tür, ein vorbeihuschendes blaues bein, ein schatten, ein schnelles einatmen, ein umgeworfenes glas oder ein toter hund derart, dass du glaubst, dir bleibt die luft weg. noch nie zuvor hatte ich im kino das beklemmende gefühl von angst. gestern hatte ich ernsthaft angst – also, kino-angst, nicht existenzbedrohende lebensangst oder so …

zuletzt so gegruselt hats mich, als mir mein papa erlaubt hat, dass ich mir mit ihm carrie im fernsehen anschau. (regie führte damals übrigens brian de palma). ich war so ungefähr 8 damals.

was den gruselfaktor angeht, da hätte sich der film eine glatte verdient, dass ich all in all eine gebe, liegt an der schmusig-schmalztriefenden schicksals-story der familie, die meiner meinung nach nicht nur viel zu dick aufgetragen, sondern auch etwas fehl am platz war.

eine wortspende: “i saw the signs …”

  1. dmc meint dazu:

    also ich muss sagen, dass ich die schmusig-schmalztriefende schicksals-story der familie sehr gut fand, weil sie überhaupt nicht in den kontext der eigentlichen filmstory passt – genau so wie mel gibsons filmtochter immer wieder ganz banale aussagen tätigt, welche ebenfalls nix mit der eigentlichen filmstory zu tun haben;
    und genau das hat mich extrem geflasht; diese immerwärende minimale spannung und das dazugehörende gefühl zu wissen, dass jetzt etwas passiert, und…
    …es passiert tatsächlich was, aber nix spannendes oder schockendes, sondern irgendwas zur spannung konträres.

    ich würd´ ihm 4 punkte geben. einen malus für die letzten 15 minuten. wenn die nicht wären, hätt´ er (der film) eine glatte zehnkommanull verdient.

    peace&wid

    ps: ich glaub nach wie vor, dass die aliens gutes im sinne hatten, aber von der mordlustigen und xenophoben menschheit keine gelegenheit bekamen, ihre absichten zu verdeutlichen.
    …warum – verdammt – muss der mensch immer zuerst schießen und dann erst „halt, polizei!“ schrein?

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