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hat wer den gestrigen standard zur hand?

da war offensichtlich eine beilage über MS (MEDSTANDARD / 23.04.2007). deren gute erläuterungen hätte ich vor ein paar wochen gebraucht, als ich euch meine diagnose schonend beibringen wollte … freut mich jedenfalls, dass mit meiner brandneuen, gut vier wochen alten ms-diagnose leibhaftig zur entstigmatisierung dieser bösen und bis dato unheilbaren krankheit beitragen kann!

Das Immunsystem attackiert den eigenen Organismus, und zwar, wie es scheint, völlig wahllos an ganz unterschiedlichen Stellen des zentralen Nervensystems. Dabei zerstört es nicht die Nerven selbst, sondern ihre schützenden Hüllen. Beim gesunden Menschen gewährleistet diese Myelinschicht eine störungsfreie Reizleitung.

gerne auch selber nachzulesen unter derstandard.at

wie ich höre fürchten einige meine homies ja, dass man nach der diagnose innerhalb von kürzester zeit im rollstuhl landet – das ist allrerdings nur ein gerücht, dass sich hartnäckig hält … mal reinlesen, echt jetzt …

erstaunlich auch, dass es vor 13 jahren noch keinerlei therapie für ms gab und heutzutage verschiedene medikamente existieren, die den verlauf der krankheit zumindest deutlich verzögern. geil ist das! es gibt also hoffnung … forschung rockt. danke, ihr lieben laborratten …

… Solange MS-Kranke allerdings nicht wirklich wissen, was auf sie zukommt und wie die Erkrankung sich entwickelt, bedürfen sie im Vergleich zu anderen an chronischen Erkrankungen leidenden Menschen eines besonderen Maßes an Unterstützung und Information. „MS-Patienten sind unsicher, wie offen sie mit ihrer Erkrankung umgehen sollen, denn die Befürchtung, den Arbeitsplatz oder einen Partner zu verlieren, ist häufig sehr groß“, weiß Knauder. Dass Betroffene nach wie vor stigmatisiert werden, weiß auch MS-Experte Berger: „Noch Ende des 20. Jahrhunderts wurden Frauen, die an Multipler Sklerose litten, oft als ,hysterisch‘ abgetan.“

ich? hysterisch??????
jetzt mal halblang, ihr knallköpfe!!!!

*räusper*

ein weiteres MRT des rückenmarks/brustmarks lasse ich mir ja noch gefallen, aber wenn die mir mit einer nadel im rückenmark rumbohren wollen (liquorpunktion), dann könnte es tatsächlich leicht passieren, dass ich völlig austicke und hysterisch die klinik verlasse, bevor die noch die gummihandschuhe ausziehen und mir hinterherlaufen können …

vielleicht bin ich einfach nur ein bissi feig.
aber rumstochern in der wirbelsäule, das muss echt nicht sein, ey …

Den Verlauf kann man im Einzelfall nicht voraussagen. Die Lebenserwartung des MS-Kranken ist aber nur minimal verkürzt.

gut, diese paar jährchen, die mir die MS vermutlich abknöpft, die dürfte ich mit fleissigem pofeln und maßloser völlerei auch jetzt schon einkassiert haben … sorry ms, meine laster waren leider schneller …

:D

8 wortspenden: “hat wer den gestrigen standard zur hand?”

  1. Clemens meint dazu:

    Du darfst dich jetzt keinesfalls aufgeben. Obwohl wir einander nicht kennen, ist diese Nachricht traurig. Es ist mir entfallen, warum ich dieses Blog zu lesen begonnen habe, es war ein link irgendwo.

  2. gerda meint dazu:

    hui, dramatisch – klar, diese diagnose ist nicht unbedingt lässig, aber mein glas ist sowieso immer halbvoll.

    und hoffnungslos war ich in meinem ganzen leben noch nie.

    ich danke dir jedenfalls für die anteilnahme und das gelegentliche vorbeischauen/kommentieren, fremder!

    :D

  3. Don meint dazu:

    Gibt’s eigentlich alternative Heilansätze? Hast Du Dich da schon mal informiert – ich halt nämlich auch nix von herumstochern – kann ma auch gar nicht vorstellen, dass das was besser machen kann (Zerstörung zur Heilung… kann sich nur ein weisser ausdenken).

    Zur Erinnerung: Rockefeller hat amal in einem Interview auf die Frage wieso er so alt und dabei gesund sei geantwortet: „Na wei i ka Chemie friss und supa Homöpaten hob“ (natürlich im übertragenen – sprach ja englisch, der sack)

  4. Don meint dazu:

    ups: …HomöOpathie… natürlich

  5. gerda meint dazu:

    ich bin ehrlich gesagt selber grad am „mir alternativen suchen“, obwohl das vermutlich nicht so wahnsinnig clever ist. offensichtlich führt nichts an schulmedizin vorbei.

    im grunde könnte ich auch abwarten, ob sich ein weiterer schub einstellt und erst dann schulmedizinische maßnahmen ergreifen.

    die vorstellung, mir jeden zweiten tag ne spritze zu geben, die find ich nicht gerade sexy. aber ich hab jetzt schon von mehreren menschen gehört, die sich überhaupt nicht schulmedizinisch behandeln lassen haben und trotzdem zwischen den schüben ein beschwerdefreies leben führen.

    die frage ist natürlich schon, ob das clever ist. die medikammente verhindern nämlich, dass sich mein immunsystem permanent gegen den eigenen körper richtet.

    im prinzip werden diese hinichen zellhüllen innerhalb eines jahres wieder regeneriert … wenn aber schübe und neuerliche entzündungen auftreten, zögert sich der heilungsprozess hinaus, es werden frische geheilte stellen gleich wieder kaputt gemacht, die vernarben dann und sind dann nach einiger zeit schlicht und einfach unbrauchbar.

    mal sehen. ich informiere mich jedenfalls flächendeckend und gebe mich nicht gleich dem ersten therapievorschlag der neurologen im jauregg hin.

    ich brauch zu dem thema mindestens noch eine dritte und vierte meinung von aufgeschlossenen schulmediziniern.

    für die jauregg-ms-neurologen scheint ihr weg (mit beta-interferon) der einzig richtige zu sein, was mich eigentlich ein wenig misstrauisch machen … zumindest andere meinungen und ansichten sollte man zulassen können und den patienten somit auch vielschichtige perspektiven bieten können!

  6. dmc meint dazu:

    frag doch mal den da um seine meinung:

    Duncan Jeffrey Dr
    Zemannstr 13
    4240 Freistadt
    Tel.: +43(7942)75410

    der is einer von den guten…
    der duncan hat in china sein österreichisches medizinstudium „verfeinert“ und er is überhaupt ein sehr sypatischer mensch.
    er wird zwar auf grund seiner chinesischen heilansätze von der gkk nicht als kassenarzt akzeptiert, ihn aber mal anrufen und um seine meinung fragen dürfte kein problem sein… mich hat er zu zivildienst-zeiten
    zum preis der rezeptgebühr behandelt!!! is doch echt net…
    und hilfts nix, schadets nix.

  7. eve meint dazu:

    den duncan wollt ich dir auch grad vorschlagen, gerda. ich geh immer noch zu ihm, wenn es sich irgendwie ausgeht. er ist wirklich der beste arzt, den ich kenne.
    alles gute, süße!

  8. gerda meint dazu:

    danke für den hinweis, ihr zwei schacherls :D

    ich wusste zum beispiel überhaupt nicht, dass der duncan eh allgemeinmediziner ist! dass er ziemlich aufgeschlossen gegenüber anderen dingen abgesehen von schulmedizin ist, das hab ich gewusst …

    hoffentlich ist der nicht die nächsten 30 jahre ausgebucht … werd gleich mal anrufen!

    dankschee fürs nummer-raussuchen!

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