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freitag, 25.08.2006, 19.00uhr, auf ARTE

Das Volk der Moso: Eheglück statt Ehemann

In Südwest-China, in den Ausläufern des Himalaja, leben zurückgezogen auf 3.000 Meter Höhe die Moso. Die kleine Ethnie von 30.000 Seelen ist rein matriarchalisch organisiert. Über die Jahrtausende hinweg hat sie ihre Sitten und Gebräuche sowie eine äußerst seltene Sozialstruktur beibehalten. Ihre Lebensweise ist für Spezialisten wie Laien deshalb von besonderem Interesse, weil sie so manche überkommene Vorstellung über den Haufen wirft. So gibt es bei den Moso keine Ehe: Zwei Verliebte denken keineswegs daran, einander ewige Treue zu schwören, geschweige denn, unter einem Dach zu wohnen. Hier herrscht sexuelle Freiheit, und Eifersucht wird als schändliche Krankheit angesehen. Man kann nur staunen, wie gut dieses Prinzip bei ihnen funktioniert. Eine weitere Besonderheit: Die Frauen genießen hohes Ansehen, Besitz und Land erbt die älteste Tochter. Als Grund für dieses Privileg führt ein junger Moso den „größeren Fleiß“ der Frauen an.

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