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damals, ja damals …

da unsere eltern sich endlich daran gemacht haben, das alte *mädchenzimmer* von karin und mir jetzt gänzlich aufzulösen (sprich: im kasten die gestapelten kisten auszumisten und das zimmer anderweitig zu verwenden), stellen sich auch einige fragen, jedenfalls für mich: warum hebe ich so viel kleinzeug auf? gut, ich muss zugeben, an 75% dieser kleingegenstände kann ich ein spezifisches gefühl knüpfen. ziehe ich eine gefaltete uralt-eintrittkarte vom kino freistadt raus, als ich 17 war, dann fühle ich genau, wer ich damals war und wie lässig es dort allein zu dritt in der letzten reihe war. ich fürchte, dass sich diese vielen teenager-gefühle nicht von selber einstellen, wenn ich sie nicht an irgendein relikt knüpfen kann.

20 jahre meines lebens haben – nach ausgesprochen nostalgischem ausmustern – vermutlich bequem in 5 kisten platz. die letzten 10 jahre brauchen vermutlich das 10fache.

manches war allerdings echt schwer wegzuwerfen: schmeisse ich echt meine alten kassetten weg? ich habe sie nach nostalgischen „maaaaahhh, erinnerst dich noch, damals, 1987?!? (ich stand voll auf queen und simon und garfunkel …)“ mit beinahe schwerem herzen zum abschuss freigegeben. es reicht, die mukke von damals zu hören, and i’m there. zwar sind all die selber gemalten und ausgeschnippelten cover auch geil, aber fürs gefühl brauch ich die eigentlich nicht. music was my first love, and it will be my last.

oder: trenne ich mich auch vom amiga 500 und von den alten 5 1/4-zoll disketten? keine leichte entscheidung … doch eigentlich schon. mir scheint – nachdem meine „sicherungs“-cds von vor ein paar jahren schön langsam unlesbar werden – computer sind mehr und mehr ein flüchtiges medium. ich kauf mir halt ende des jahres einfach eine terabyte-festplatte und die sache hat sich – für ein kurzes computergeschichtliches weilchen zumindest.

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