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wieviele ausflüge in meine vergangenheit vertrage ich diese woche noch?!
ein live-einstieg

gerade an mtv vorbeigezappt, wo mtv noise einen bunten themenabend zu den „greatest bands ever“ bringt …

whatever – oasis oh, long time no hear! hab ich immer noch gern. damals hab ich oasis cooler als blur gefunden, das hat sich schnell umgedreht. mein alltime favorite von oasis ist ohne zweifel und nach wie vor „champaign supernova“.

dani california – red hot chili peppers naja, da hätte ich mir „under the bridge“ oder „give it away“ vorgestellt, ein „soul to squeeze“ hätte ich auch nicht verschmäht, doch „dani california“ würgt meine aufkeimende nostalgiewelle ziemlich dramatisch ab. und ich wollte schon den zopfgummi in die ecke schmeissen!

november rain – guns’n’roses tut mir leid, ich liebe dieses lied. es ist mir weder jetzt peinlich noch war es mir damals peinlich, als ich mir die orange und die blaue „use your illusion“ auf kassette überspielt und im autoradio zu tode genudelt hab.

the memory remains – metallica na gut, metallica nehm ich auch. allerdings würde ich mir hier „enter sandman“ wünschen. definitiv. schon wieder ein kleiner absturz auf meinem nostalgietrip.

bohemian rhapsody – queen KREISCH! ein traum!! meine nachbarn müssen mich jetzt eigentlich quietschen und headbangen hören … kann man jemandenen headbangen hören? es ist ausgesprochen positiv, dass ich zur zeit zum ersten mal in 10 jahren lange haare hab und mein haupthaar so auch wieder gebührend schütteln kann … queen werde ich immer lieben, ebenso wie bohemian rhapsody. dieses solo hab ich mal spielen können und ich frag mich, ob ichs immer noch kann (ich gucke verstohlen zu meiner eingemotteten gitarre rüber und es kribbelt in den fingern). brian may war sowieso mein gitarrengott, als ich vor 20 jahren anfing zu spielen.

depeche mode – join the revelator „enjoy the silence“, bitte! mit „join the revelator“ kann ich garnix anfangen.

iron lion zion – bob marley auch super. in meinem kopf tun sich längst vergessene geschichten auf. ferien, laue sommer, abenddämmerung, lagerfeuer, im hohen gras liegen und mit nem süßen typen rumknutschen … hach! alles war so einfach damals!

smells like teen spirit – nirvana jetzt hält mich natürlich absolut nichts mehr auf den rängen. nirvana. die helden meiner adoleszenz! ich weiß noch genau, wo ich war und was ich getan habe, als mich damals als holzfällerhemdige grungegöre die nachricht von kurt cobains tot ereilte.

light my fire – the doors
oh yeah. nochmal ein flash zurück in die lauen sommer, als ich 16-17 war und aufs heftigste pubertierte. teenagerparties in der einöde der mühviertlerischen landschaft, einige, die schon den führerschein hatten, karrten das bier heran und anschließend gings noch ab nach schlag, dorfdisco deluxe … durchmachen, rausch haben, sich unbesiegbar fühlen und in wirklichkeit keine ahnung von garnix haben.

es ist schön zu sehen, dass man sich diese gefühle tatsächlich eins zu eins merkt. auch wenn man sie zwischendurch für zehn jahre in eine schublade legt, sie sind im handumdrehen wieder da wenn man sie braucht. zeitreisen sind also tatsächlich möglich.

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