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ein neuer monat naht

ich freue mich auf monatsenden. der nächste gehalts-scheck naht, wohnbeihilfe wird überwiesen, alle rechnungen sind bezahlt und ich habe trotzdem noch kohle im portemonnaie. das wirklich schöne an monatsenden ist für mich als bekennenden magazinjunkie aber, dass ab dem 25. des monats meine monatliche dosis an lifestyle ins haus flattert. nach blond, gap und art bin ich zugegebenermaßen dermaßen süchtig, dass ich sie seit einer weile im abo beziehe, iq-style, spex, galore, design report, de:bug und fleisch gibts wenn ich brav war und mich für was belohnen will. der traffikant meines vertrauens führt seit neuestem nämlich eine erstaunliche auswahl an magazinen, die mich ausgesprochen ansprechen.

man sollte doch meinen, das magazin seines vertrauens kann man aus dem postkasten ziehen, aufschlagen und lesen. was mir jedoch in letzter zeit besonders (unangenehm?) auffällt ist, dass meine monatlichen lifestyleberater mich immer wieder den neben mir aufgeklappten laptop befummeln lassen, da sich seit neuestem bzw. schon seit längerem ständig verweise auf webseiten in artikeln, kurzen beiträgen oder gestaltungs- und styletechnischen ratschlägen finde.

eventuell sollen diese links ja nur verweise auf weiterführende literatur sein. vielleicht liegt mein sofortiges tastengrapschen auch nur daran, dass ich als junge, dynamische frau im besten alter quasi eine personalunion bin: mediajunkie, vorzeigestudentin und der nebenberufliche broterwerb lassen mich – und da mache ich mir garnichts vor – auch zur stylezielgruppe werden, die bei einem shirt für 40 euro ernsthaft überlegt, ob sie’s nicht doch kaufen soll. vielleicht bin ich ohne es zu wissen schon jetzt der zappelnde fisch am haken der werbungs- und medienbranche.

als conclusio für mich selber gilt ab sofort: am nächsten monatsende räume ich mein postkastl auf dem weg zur uni oder in die arbeit aus. das lässt mir genug zeit und musse, mich eingehend mit dem inhalt meiner bibel zu befassen, bevor ich mich ins netz werfe und zu abgelenkt bin, um einen 5-zeilen-artikel überhaupt fertigzulesen. jawohl.

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