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archiv: Juni, 2006

was wir heute so gemacht haben?

das, das, das, das und das

chris markus rockt rob, die coole sau

eine dieser nächte, wo man zehn mal auf die uhr sieht, nur um schließlich um fünf mit einem „hot eh kan sinn mehr, i kann eh nimma schlofn“ aufzustehen. solche nächte sind merkwürdig.

wieviele ausflüge in meine vergangenheit vertrage ich diese woche noch?!
ein live-einstieg

gerade an mtv vorbeigezappt, wo mtv noise einen bunten themenabend zu den „greatest bands ever“ bringt …

whatever – oasis oh, long time no hear! hab ich immer noch gern. damals hab ich oasis cooler als blur gefunden, das hat sich schnell umgedreht. mein alltime favorite von oasis ist ohne zweifel und nach wie vor „champaign supernova“.

dani california – red hot chili peppers naja, da hätte ich mir „under the bridge“ oder „give it away“ vorgestellt, ein „soul to squeeze“ hätte ich auch nicht verschmäht, doch „dani california“ würgt meine aufkeimende nostalgiewelle ziemlich dramatisch ab. und ich wollte schon den zopfgummi in die ecke schmeissen!

november rain – guns’n’roses tut mir leid, ich liebe dieses lied. es ist mir weder jetzt peinlich noch war es mir damals peinlich, als ich mir die orange und die blaue „use your illusion“ auf kassette überspielt und im autoradio zu tode genudelt hab.

the memory remains – metallica na gut, metallica nehm ich auch. allerdings würde ich mir hier „enter sandman“ wünschen. definitiv. schon wieder ein kleiner absturz auf meinem nostalgietrip.

bohemian rhapsody – queen KREISCH! ein traum!! meine nachbarn müssen mich jetzt eigentlich quietschen und headbangen hören … kann man jemandenen headbangen hören? es ist ausgesprochen positiv, dass ich zur zeit zum ersten mal in 10 jahren lange haare hab und mein haupthaar so auch wieder gebührend schütteln kann … queen werde ich immer lieben, ebenso wie bohemian rhapsody. dieses solo hab ich mal spielen können und ich frag mich, ob ichs immer noch kann (ich gucke verstohlen zu meiner eingemotteten gitarre rüber und es kribbelt in den fingern). brian may war sowieso mein gitarrengott, als ich vor 20 jahren anfing zu spielen.

depeche mode – join the revelator „enjoy the silence“, bitte! mit „join the revelator“ kann ich garnix anfangen.

iron lion zion – bob marley auch super. in meinem kopf tun sich längst vergessene geschichten auf. ferien, laue sommer, abenddämmerung, lagerfeuer, im hohen gras liegen und mit nem süßen typen rumknutschen … hach! alles war so einfach damals!

smells like teen spirit – nirvana jetzt hält mich natürlich absolut nichts mehr auf den rängen. nirvana. die helden meiner adoleszenz! ich weiß noch genau, wo ich war und was ich getan habe, als mich damals als holzfällerhemdige grungegöre die nachricht von kurt cobains tot ereilte.

light my fire – the doors
oh yeah. nochmal ein flash zurück in die lauen sommer, als ich 16-17 war und aufs heftigste pubertierte. teenagerparties in der einöde der mühviertlerischen landschaft, einige, die schon den führerschein hatten, karrten das bier heran und anschließend gings noch ab nach schlag, dorfdisco deluxe … durchmachen, rausch haben, sich unbesiegbar fühlen und in wirklichkeit keine ahnung von garnix haben.

es ist schön zu sehen, dass man sich diese gefühle tatsächlich eins zu eins merkt. auch wenn man sie zwischendurch für zehn jahre in eine schublade legt, sie sind im handumdrehen wieder da wenn man sie braucht. zeitreisen sind also tatsächlich möglich.

kunstschiff negrelli

mag sein, dass ich da ein wenig nostalgisch auf unserer eigene donaureise zurückblicke, die so ziemlich genau vor einem jahr zu ende ging, aber:

„francesca habsburgs kunstschiff vor anker“ – pah, dass ich nicht lache!

ist doch total geklaut, die idee, total geklaut!!! wir haben die „negröön“ zu einem kunstschiff gemacht, und niemand anderes!

30. tage der deutschsprachigen literatur

meine seltsame faszination mit dem bachmann-preis, die mich mit erstaunlicher regelmässigkeit zu den lesungen vor den fernseher zieht – und das, obwohl ich es nur mir mühe schaffe, auch nur ein buch pro jahr zu lesen – veranlasst mich, auf kathrin passig hinzuweisen, deren text mir ausserordentlich gefällt, der zauberhaft von ihr vorgetragen wurde und der jetzt auch die kritiker begeistert.

kathrin passig sollte gewinnen.

und ich sollte mehr lesen.

nachtrag:

kathrin passig hat gerade den bachmannpreis gewonnen. obwohl meiner meinung nach ihre schöne art zu lesen enorm zur wirkung des textes beigetragen hat, werde ich mir das teil jetzt erstmal runterladen – „wenn wir jetzt schinken hätten, könnten wir rührei mit schinken machen, wenn wir eier hätten“

– der telekom-preis geht an bodo hell.
– der 3sat-preis geht an norbert scheuer.
– der ernst-willner-preis geht an angelika overath.
– der kelag-publikumspreis geht ebenfalls an kathrin passig.

live-literaturpreisabstimmungen im tv sind spannender, als man meinen mag. die allgemeine verwirrung beim auszählen der stimmen, durch die sich der anwesende jurist mit dem moderator quälen, hat etwas putziges und entbehrt nicht einer gewissen komik.
man möge mich für diese aussage bitte nicht auf den scheiterhaufen werfen, aber der unfreiwillige slapstik bei der abstimmung wirft für mich zusätzlich die frage auf, ob literaturmenschen, so genial sie auch sind, im system da draussen, in der bürokratie, im leben abseits der literatur überhaupt funktionieren und ohne zu leiden überleben können … literatInnen und kritikerInnen sind zuweilen ein seltsames völkchen – vielleicht schreiben sie ja gerade deswegen ….

es ist ausgesprochen beruhigend zu wissen …

… dass, wenn man sich erstmal entschlossen hat, aus seinem schneckenhaus wieder ein wenig ans tageslicht zu kriechen, ja, dass einem genau dann das schicksal, der zufall, dein karma oder der laue sommerwind eben jene menschen vor die nase weht, die einem als freunde schon immer lieb und teuer waren.

danke, danke, danke, danke, danke und danke.

a midsummer night’s dream …

heute sommersonnenwende.
ab jetzt also astronomischer sommer, seit 14:26 genaugenommen.
in der keltischen mystik heißt der tag der sommersonnenwende alban heffyn.
am polarkreis ging die sonne heute nicht unter.
sowas würde ich wirklich gerne mal erleben.

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