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archiv: September, 2005

de indische toschn

freundlicherweise hat lugiwan mich gestern darauf hingewiesen, dass ich „de indische toschn“ habe. mir ist das zuvor nicht mal aufgefallen. kein wunder, dass bei mir regale und vorhangseilaufhängevorrichtungen sterben (update: gerade ist mein schlafzimmervorhang runtergepurzelt, samt mauerstück und schimmeligem putz *sic*)

zum glück isses nicht das indische kofferset!
hat das immer noch der 9ermarkus?

where the fuck is schnabling?

and why the fuck does my car have to be dragged around? (thx paul!)

aua

ich habe mich nun auch von meinem 2. regal verabschiedet, nachdem mir gestern ein stapel cds auf den kopf gefallen ist.

ich hasse substandardbruchbuden. ausserdem ziehts bei meinen fenstern rein und die vermieterin heizt noch nicht – gestern hatte es 16 grad in meinem wohnzimmer. und wie bringe ich die lady dazu, die maroden fenster auszuwechseln? gut, jetzt isses vielleicht schon ein bissi spät, da noch eine baustelle aufzureißen.

aber vielleicht geht was mit mietminderung?

♬ PODCAST # 004

#004
genüsslich, langsam, täglich: „morgenlektüre holen gehen“

2005.09.19. ♬ # 004 [940 kb]

ein wort zu james blunt

ich schlafe gerne vor dem fernseher ein. gegen mitternacht werde ich meist müde, ich rolle mich auf der couch zusammen und schaffe es gerade noch, auf mtv zu schalten. sehr unterschiedliche soundtracks begleitet mich so immer ins träumeland …

nun sind nachtvideos nicht per se besser als das mtv-programm am tag (gut, alles, was keine klingeltonwerbung und quatschende moderatoren enthält, ist schon mal einen tick besser als … naja, klingeltonwerbung und quatschende moderatoren eben) … wenn ich also dann in der nacht wach werde, dann sehe ich im halbschlaf immer mystisch umhüllte bilder von videos, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe.

irgendwie scheint es, als ob gute musik, die du schlafenderweise hörst und die an irgendeinem punkt in deinem leben mal was für dich bedeutet hat, dich umgehend wach macht, als ob jemand neben dir mit einem kochlöffel auf einen topf schlägt. nach spätestens zwei takten hast du deine augen offen und du glaubst, dass du noch träumst, weil alles irgendwie in watte gepackt ist. „no rain“ von blind melon. „come as you are“ von nirvana. „plush“ von den stone temple pilots. „today“ von den smashing pumpkins. schöne mukke, so tief in der nacht …

oder mich wecken tunes, die in mir einfach das „achtung gerda, aufmerksam sein, du hast schöne musik im ohr“ – gen aktivieren. schöne musik macht mich immer aufmerksam.

video ansehen/anhören

so geschehen vor zirka 6 wochen – und jetzt kommen wir zum kern des postings – mit „you’re beautiful“ von james blunt. in der nacht bekommen videos zu musik, die sich gut anhört und gut anfühlt einfach mehr aufmerksamkeit als tagsüber. und ich schlafe in der regel dann auch schnell wieder ein, wenn nach einer schönen nummer was belangloses kommt.

was dieses ausnahmevideo aber innerhalb von 5 sekunden geschafft hat und warum ich es immer noch so mag: es visualisert meinen sprung in die donau, diese eigenartig rituelle waschung und den abschied vom projekt perfekt.

du suchst dir den höchsten platz am schiff.
du ziehst deine sachen aus.
du leerst deine hosentaschen und ordnest den inhalt säuberlich neben deiner kleidung und deinen schuhen: handy, zigaretten, schlüssel, feuerzeug. eine rituelle handlung, die jedem klippensprung zueigen sein scheint – siehe videoclip.
du faßt die hand neben dir, atmest tief ein, nimmst anlauf und springst in die tiefe.

wenn james blunt springt, sehe ich mich springen.
und ich fühle, wie ich ins wasser eintauche.
jedes mal.

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und da denk ich mir noch, über den hinsenkampplatz geh ich doch so ungern …

um dreiviertel sieben komme ich von der hauptstraße her richtung hinsenkampplatz. ich habe „hard to beat“ im ohr und versuche, den hinsenkampplatz lieber schnell hinter mir zu lassen. ich mag schon die immer irgendwie angepisst riechende unterführung nicht, auch den platz mag ich nicht.
hier wurde ich schon öfter angequatscht. und angetatscht wurde ich hier auch schon mal von einem typen, der mir zwar immer wieder „i like you“ beteuerte, mir dennoch ziemlich unheimlich war, als ich in der nacht alleine nach hause ging.
ich versuche seither, diese teil urfahrs zu meiden und hintenrum an der stadtwerkstatt vorbei und an der donau entlang nach hause zu gehen. man weiß ja nie. kann ja sein, dass sich ein kerl mal nicht davon abwimmeln läßt, wenn ich anfange, von meinem fake-„boyfriend“ zu erzählen.

ich gehe also mit tunnelblick richtung rudolfstraße, als mir plötzlich auffällt, dass ich mitten durch eine menge von angewurzelt stehenden passanten gehe. ich ziehe einen ohrenstöpsel raus und bin seltsam befremdet: ist das jetzt ein tumult, oder wie?

unmittelbar vor mir lehnt sich ein mann auf die betonmauer. ich mache einen bogen um ihn, um die szene so schnell wie möglich zu verlassen und bevor ich kapiere, was da grad abgeht, setzt sich der mann nieder und schreit.
ich verstehe kein wort.
als sich der mann vornüber beugt, schiebt er mit der rechten hand sein hemd hoch.
blut.
viel blut. über den ganzen rücken.
ein typ neben ihm fuchtelt rum und schreit ebenso.
er schreit in sein handy.

ich kriege es plötzlich mit der angst zu tun. als ich den zweiten ohrenstöpsel rausziehe, höre ich schon das folgetonhorn.

ich lege einen zahn zu und biege in die rudolphstraße.
ich sehe mich nicht um und frage mich, ob ich eine feige sau ohne zivilcourage bin.

mehr dazu auf ooe.orf.at

♬ PODCAST # 003

#003

genüsslich, langsam, täglich: „a packerl nil weiß bitte“

2005.09.14. ♬ # 003 [940 kb]

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