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archiv: Juli, 2005

werbeträger deluxe

so sympatisch mir der markus rogan noch bei olympia war, so schnippisch, frech und süß ich seine interviews fand, genauso unerträglich find ich ihn jetzt, wo die schwimm-wm in montral durch die medien krault. also, er gibt immer noch interviews, die nicht der 08/15-sportlernorm entsprechen. er versucht witzig zu sein, er schafft das auch meistens. doch weil mir sein gesicht seit monaten von werbewänden entgegengrinst (oh gott!! dieser aufgesetzte grinser! wääää!) und er uns im werbefernsehen aufs ärgste bedrängt … da stellts mir einfach die gnackhaare auf, es tut mir leid.

du hast dich verkauft, mein sohn!

aber schwimmer haben tolle körper.

antihypochonder

ich brauche keine ärzte. nur zahnarzt muss sein, da geh ich auch freiwillig hin. menschen, die glauben, nach einem nieser an lungenentzündung zu sterben, die belächle ich. ich mag kranksein nicht, ich nehm äußerst selten pulverl, ich kriege seit jahren alles mit mich hinlegen und rausschwitzen in den griff.

wenn dann mein körper aber sachen macht, so aus heiterem himmel, die sich mit ausrasten und weniger kaffee trinken nicht in den griff kriegen lassen, dann macht mir das angst, besonders im hinblick auf karins krankengeschichte natürlich. und besonders das spielchen „sag mir deine sympthome und ich sag dir, welche krankheit du hast“ … auf net doctor irritiert mich doch stark.

aber auch wenn mama (natürlich mit karins krankengeschichte im kopf) ebenso hysterisch und negativ reagiert wie net doctor wenn ich ihr sage, was mir im moment so fehlt, dann warte ich trotzdem mal ab, was der neurologe morgen so von sich gibt.

abwarten.
tee trinken.

positiv denken.

nachtrag:
ich hoffe, jetzt beginnt keine arzt-odyssee … der neurologe hat mich gleich zur magnetresonanz überwiesen und zum hno-arzt muss ich auch. aber bisher hört sich alles wenig dramatisch an. es ist zwar recht, wenn man durch die familiäre krankengeschichte ein bissi sensibilisiert ist, doch grund zur panik besteht erstmal nicht.

aber ausruhen, nicht überstrapazieren, meint der doc.

sehr akkurat am sammeln

im moment bin ich – nebst wohnung schick gestalten – auch sehr akribisch dabei, audiodateien zu sammeln. sammeln, schlichten, beschriften, neu ordnen … das sind ja große leidenschaften von mir. hat durchaus was nerd-iges, man könnte auch auf eine zwangsneurose schließen, doch meingott, haben wir nicht alle unseren vogel?!

meine klitzekleine mp3-sammlung wächst und wächst, dank der 300 gig festplatte hab ich auch genug storage … und dank der freundlichen hilfe von sili, karin, paul und diversen anderen menschen, die sich bereiterklärt haben zum audioaustausch, werde ich wohl schon bald eine neue externe festplatte brauchen *g* … gerade erweitere ich die sammlung um einige perlen der musikgeschichte, sprich, ich digitalisiere der karin ihre „rollings stone“ heftbeilagencds … und weil meine sister die so schön gesammelt hat seit 1996 darf ich jetzt einige schöne klassiker mein eigen nennen. 36 sampler geben da schon einiges her, an das man jahrelang nicht gedacht hat.

ich bin sozusagen mit allem eingedeckt, was mir jemals gefallen hat.
you name it, i got it.
wirklich.

so coole alte sachen, an die man sich eigentlich garnicht mehr erinnert, doch wenn man sie hört, ja, wenn man sie hört, dann beginnt im kopf ein film zu laufen, es schnalzt einen sofort zehn jahre zurück und man kommt aus dem aaaaaah! und oooohhhh!-machen garnicht mehr raus …

die argen alten sachen, die man am liebsten vor freunden verstecken möchte, wo man allerdings noch immer jede textzeile auswendig kann.

40 gig
7521 titel

wann soll ich mich bloss hinsetzten und mir das alles anhören? ich könnte mich mal 22 tage am stück ausklinken und durchgehend mukke hören … ohne schlafen zu gehen.

naja.

get a life, gerda!!!

hochdeutsch als fremdsprache

seit ich meine brötchen als callgirl verdiene, kann ich auch ungehemmt hochdeutsch sprechen. sogar schön.

das ist ja nicht so einfach, wenn man im mühlviertel, respektive am land aufwächst. da ist immer so eine gewissen hemmschwelle dagewesen, den dialekt loszulassen und so zu sprechen, dass dich menschen auch verstehen können.

aber das geht jetzt tatsächlich schon ganz gut. vielleicht schaffe ich es sogar mal, eine präsentation an der uni in hochdeutsch zu halten. da drifte ich ja immer wieder in slang ab.

und heute die krönung: kommunikationsschulung
vielleicht bringt man mir jetzt endgültig das sprechen bei.

das leben lieben, teil 2.563

gerade unheimlich zufrieden mit mir selbst
ich liebe meine neue wand
eine halbe flasche wein und saugute mukke
mehr brauch ich grad nicht zum glücklichsein

trinken, singen, tanzen, rauchen

noch lange kein ende in sicht, obwohl morgen ein 08/15 arbeitstag ist
und es ist schon zwei uhr früh

aber ich brauch das jetzt
melancholie rockt
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„funky starrt albin aufn arsch und dann ziehen sie sich nackt aus und wälzen sich im gatsch“ oder „the bemdorf baustelle“


ikea wieder mal, weil wohnzimmerwand ein bissi adjustieren

ich setze mich auf sofas, prüfe pölsterchen mit gekonntem griff, ich schlendere durch wohnwelten und suche nach inspiration und günstigen schnäppchen, als mich plötzlich die nette dame im lautsprecher aus meiner edwardnorton-ikea-fightclubanfangssequenz reißt:

„frau haunschmid, bitte ins kinderparadies“

erschrocken, seltsam verwirrt und gestresst zugleich bleibe ich wie angewurzelt stehen und traue mich kaum atmen. ich sehe mich mißtrauisch um.

verarscht mich hier jemand?
versteckte kamera etwa?
hab ich mein kind irgendwo unabsichtlich stehenlassen?
hab ich überhaupt ein kind?

alles berechtigte fragen, wie ich meine.

und ich werde bestimmt irgendwann mal mein kind im ikea bällchenbad vergessen. aber dann wird mein treusorgender ehegatte, ein wahrlich schöner und intelligenter mann, der mich und unsere drei kinder abgöttisch liebt, schon zur stelle sein. er wird das trenzende kind in den anthrazitfarbenen familyvan tragen, mir dann die große topfpflanze abnehmen und mich und das kind beruhigen, dass das ja alles nicht so schlimm war, und dass selbst der perfekteste elternteil mal einfach sein kind wo stehen lässt, ohne böse absicht.
ach.
und mein kind wird zu weinen aufhören.
und ich werde nicht mehr hysterisch sein.
ich hätte echt keinen besseren mann finden können.
er ist wie supermann, bloss in echt halt.
.
.
.
ich bin nicht hingegangen, ins kinderparadies.

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