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archiv: Juni, 2005

a midsummernights dream!

als alte hexe / druidin / schamanin komme ich heute natürlich nicht umhin euch darauf hinzuweisen, dass sommersonnenwende ist.

sonnenaufgang war um 3:58, und ich habe mich – wie es einer hexe, druidin oder schamanin gebührt – rituell im bett umgedreht. die kürzeste nacht im jahr! astronomisch gesehen war die sonnenwende um 8:46. da hab ich rituell einem wimmerl den garaus gemacht. der längste tag im jahr!

ich sollte eine religion gründen.
denn ich habe heilende hände.

wein, weib und gesang …

die spuren einer nacht … * ‚cause i don’t wanna miss a thing *

wohnung putzen und nebenbei die gesamte cd-sammlung digitalisieren

man sollte ja viel mehr reisen

spontan ins auto setzten und wohin fahren?!
not me.
das kann ich nicht, da spießt sich was.
komisch, oder?

rumgekommen bin ich noch nicht viel.
aber reisen bildet bekanntlich.
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schön langsam wirds zeit für einen nicht schiffsbezogenen eintrag

ich glaube, jetzt bin ich wieder vollständig in linz gelandet. ich finde wieder zurück in meine alte welt, ich mag meine 4 wände wieder, ich habe zu arbeiten und deshalb ist jetzt auch schluss mit lustig … aber das flagship europe bleibt unser geheimbund …

eine nette seite, über die ich im zuge meiner wiedererwachten programmiertätigkeit gefallen bin: Browsershots 0.2.4. das mission statement:

In unseren Träumen sieht das Internet für alle Benutzer gut aus. Also lassen wir Webdesigner Screenshots ihrer Seiten in verschiedenen Browsern betrachten, mit verschiedenen Bildschirmauflösungen und verschiedenen Plugins. Wir versuchen, diesen Service benutzerfreundlich zu machen, offen für alle (einschließlich Zugang zum Quellcode) und 100% kostenlos, wie Freibier.

freibier, das ist gut. die requests dort werden zwar gespeichert, doch verlinken is nich, wie ich gerade merke … wer sich meine results trotzdem angucken will, ich glaub, mit copy/paste gehts irgendwie …

www.tschoerda.at
tschoerda.sunlog.ch
come.to/gerda
www.backlab.at/tschoerda

witzig find ich vor allem, die kilometerlangen fotos zu begutachten … und programmiertechnisch isses natürlich ein wahnsinn fürs ego, wenn man sieht, dass eine page in allen auflösungen und browsern und auf allen systemen pfeift … wirf mal deine page rein, die ergebnisse sind durchaus aufschlussreich für den/die gemeine/n programmiererIn…

schiffsrituale / schiffsneurosen

ich wache nachts auf und weiß erst nach einer orientierungsminute, dass ich nicht auf einem schiff bin.

ich träume vom maschinenraum. vom beiboot. von der kombüse.

ich will nicht in geschlossenen räumen sein.

ich werfe dinge, die ich nicht mehr brauche, über die reling – sprich aus dem fenster (tschick, biomüll)

ich suche die nähe zu meiner geliebten. mehrmals täglich gehe ich zur donau und stell mich entweder rein oder tauche zumindest die hände ins wasser. irgendwie isses genauso, als ob man verliebt ist, das spatzl in einer anderen stadt und man schaut gemeinsam den selben mond an: wenn ich die hände ins wasser tauche, dann spüre ich eine seltsame verbindung zur oidn negröön, die jetzt zwar fast 2000 km weit weg ist von mir, aber im selben wasser treibt …

kollegen die vor mir heimgefahren sind berichten, dass dieser trip sich nach frühestens einer woche allmählich zu legen beginnt … bis dahin bin ich vermutlich zu nix zu gebrauchen … (und das ist gut so)

die seele braucht noch ein weilchen, bis sie auch da ist, wo sich mein körper befindet

26 stunden bus/zugfahrt sind kurzweiliger als ich dachte.
ich klappe jetzt also meinen laptop auf. darauf ein kaffeefleck vom letzten frühstück an bord. und ich blase feinen meersand von der tastatur.

ich werde nostalgisch.

der letzte abend an bord war ein so unglaublicher höhepunkt, es ist schwer zu beschreiben. viele waren zu einer delta-bootstour aufgebrochen, daher war quasi nur der „harte kern“ an bord, keine professoren, keine belehrungen, keine einschränkungen. und (nahezu) alle, die mir auf dieser reise wichtig waren. zumindest alle, die mir erst auf der reise so richtig ans herz wuchsen. studenten alleine an bord – man kann sich vorstellen, was da passiert, gell? durchmachen war zwar nicht geplant, aber wie so oft dieser tage war die zeit einfach zu wertvoll, um mit schlaf vergeudet zu werden.

ich wünschte, ich könnte das irgendwie beschreiben, doch worte zu finden, fällt mir hier echt schwer. der negrelli war eine art zeitmaschine für mich. es ist so unglaublich viel passiert in dieser kurzen zeit: unglücklich verliebt, freunschaften auf die probe stellen müssen, schnell wieder entliebt, neue freundschaften entstehen lassen, ziemlich unvorgergesehen, dennoch – oder gerade deswegen – echt lässig rumgefickt, viele vorurteile relativiert oder gleich ganz über bord geworfen, sich-küssende-jungs mit einer runde lesbengaudi belohnt, testosteronausbrüche argwönisch beobachtet, autoritäten mißachtet und schlußendlich in den letzten stunden an bord meinen frieden mit alldem gemacht – bzw. wurde mir sogar – und wieder von unerwarteter stelle – eine brücke dahin gebaut …

hach.
es war so witzig.
und so schön.
und so einzigartig.

manchmal geht eben die türe ein stückerl weiter auf und plötzlich blendet einen das licht der erkenntnis …

ich höre immer wieder den sountrack des negrelli – an bord lief coole musik, die sich in mein hirn brannte. allen voran whatever makes you happy von powderfinger.

ja, ich bin wieder daheim. aber ich lasse meiner seele noch ein weilchen zeit, bis sie auch in linz eintrifft …
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