home mail me! rss

archiv: August, 2002

voller speicher

normalerweise leere ich den memorystick meiner kamera ja gleich nach meinen fotosessions. der grund, warum sich auf come.to/gerda jetzt schon so lange nichts getan hat, ist allerdings einfach erklärt: ich hab den inhalt des memorystick seit sage und schreibe 2 wochen nicht auf den compi runtergeladen. mann. was ist bloß los mit mir?

lang lang is‘ her …

… dass ich die video music awards auf mtv gesehen hab. genaugenommen waren die vma’s 1993 die letzten, die ich live gesehen habe.

ich war 17 und kurz davor in der schule sitzenzubleiben. ich habe einen monat in altmünster gearbeitet und war das erste mal länger von daheim weg. diese 4 wochen haben mich irgendwie verändert – schon zuvor war ich vom eher braven teenager zum aufmüpfigen und rotznäsigen grungegirl mutiert, doch dort in der fremde all on my own kickte das so richtig rein. ich lernte peter kennen, der auf eine ganz spezielle art für eine ganze weile ganz schön wichtig war für mich. in der nacht der videomusicawards 1993 haben wir gemeinsam durchgemacht und viel bier getrunken. eddie vedder war der mann meiner feuchten träume und kurt cobain war gott. ich verbinde enorm viel mit diesem einen sommer.

kennt ihr das gefühl, wenn ihr an eure teenagerzeit zurückdenkt und das an einigen ganz bestimmten ereignissen festmacht? wenn ich zurückdenke, dann gibt es 2, 3 solcher ereignisse, die ich mit meiner teenagerzeit verbinde: die nacht der videomusicawards markieren für mich den höhepunkt meiner extrem starke grunge-phase mit holzfällerhemden, zerrissenen jeans und ungewaschenen, arschlangen haaren. es war eine nacht, in der ich dachte, ich wäre unsterblich und die welt gehöre mir. es war ein sommer, nach dem einfach alles anders war und ich sprichwörtlich einen teil meiner unschuld verlor. es war fast wie im film.

tja, jetzt – 9 jahre später – sitze ich in meiner eigenen wohnung, sehe erstmals wieder die video music awards live aus dem rockefellercenter in new york an, vor mir mein neues spielzeug, ich bin am sprung in ein ganz neues leben und die gewissheit, dass ich nun endlich mal erwachsen werden sollte, drückt grad schwer auf meine seele. vor 9 jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich heute da stehe wo ich stehe im leben. eigentlich dachte ich mir, ich hätte mindestens schon 2 kinder.

dil-doll

über was man so alles stolpert im netz … und zwar durch links auf ganz und gar unschweinischen seiten – agent provocateur ist bestenfalls ein kleines bissi lasziv, aber das find ich eigentlich ziemlich geil … jetzt gibts das ultimative sexspielzeug – for naughty boys and naughty girls … Das lustvolle, ironisch-augenzwinkernde Spiel mit der Erotik ist schon immer ein Leitthema der Mode gewesen. „Agent Provcocateur“, das selbstbewusste Lingerie-Label der Luxusklasse, gehört zu den Pionieren dieses Trends. Genau hier, in den Londoner Geschäften von Joe Corré, dem Sohn von Vivienne Westwood, wurde vor wenigen Monaten das wahrscheinlich erste salonfähige Fetisch-Spielzeug lanciert. Dieses Toy heisst „Dildoll“ und wird aus feinen Stoffen, weichem Plüsch und hochwertigem Leder von Hand gefertigt. Die Riesen-Fummel-Dildos gibt es jetzt auch über das Internet zu bestellen.

» die dildoll-homepage

i am an older woman

jetzt hab ich also offiziell, was ich an dieser stelle schon vermutete: ich treibe männer in blanke bösartigkeit. und ich bin eine alte schachtel. aber zumindest hab ich ein händchen für fesche jünglinge und ihre großen *lichtschwerter* – is doch auch was …

,

lebensviertel-krise

schon in der frauenzeitschrift meines vertrauens hab ich einen ellenlangen artikel darüber gelesen und ich hab irgendwie leicht schmunzeln müssen. doch das leidige thema der quaterlife-crisis taucht in letzter zeit scheinbar überall auf … und das paradoxe: wo ich anfangs schmunzelte, finde ich nun parallelen zu meinem eigenen quaterlife …

Wer nach glücklich überstandener Pubertät glaubt, bis zur Midlife-Crisis seine Ruhe zu haben, dürfte nach neuesten Erkenntnissen gehörig danebenliegen. Spätestens nach Beendigung der beruflichen Ausbildung oder des Studiums beginnt der so genannte Ernst des Lebens. Aus den Problemen mit dem Erwachsenwerden entsteht häufig noch vor dem 25. Geburtstag eine handfeste Lebenskrise. via orf.at

mein persönlicher festivalfavorit

gut, ich gebs ja zu, ich hab nur diesen einen film gesehen, nachdem er mir von mehreren seiten wärmstens empfohlen wurde. da er mich aber nachhaltig beeindruckt hat, hier eine kurze inhaltsangabe mit der herzlichen empfehlung, sich den film anzuschaun oder sich das gesamtwerk von andy goldsworthy reinzuziehen:

» Andy Goldsworthy ist weltweit bekannt durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien. Eis, Steine, Blätter, Zweige, Wasser – Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet, und zumeist dort, wo er es vorfindet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht. Allein Goldsworthys Fotografien halten seine kurzlebigen Arbeiten in der Vergänglichkeit der Zeit fest, eine Faszination der besonderen Art. Thomas Riedelsheimer konnte als erster Filmemacher Andy Goldsworthy über einen längeren Zeitraum bei seiner Arbeit beobachten. Mehr als ein Jahr und über die vier Jahreszeiten begleitete er ihn nach Kanada, in die USA, nach Frankreich und Schottland, dem Wohnort Goldsorthys, in dem der Künstler und sein Werk tief verwurzelt sind. Riedelsheimer dokumentiert das Unvorhersehbare, das Überraschende, das permanente Risiko, das in Goldsworthys Arbeit steckt; das nie vergebliche Scheitern und den Neubeginn, die leidenschaftliche Geduld und den unbändigen Willen zu verstehen. Für Rivers and Tides wurde Thomas Riedelsheimer, der für Buch, Regie, Kamera und Schnitt verantwortlich war, mit dem Deutschen Kamerapreis 2001 ausgezeichnet. Die Musik wurde von Fred Frith komponiert und eingespielt.«

andy goldsworthys bücher auf amazon.at

stress?

gestern hat sich nach den ersten anstrengenden und zermürbenden tagen beim heimatfilmfestival für mich noch alles in wohlgefallen aufgelöst (wie der 9ermax von eins nachmittag bis drei, vier uhr früh bestens gelaunt und hochmotiviert kellnern kann, ist mir sowieso schleierhaft). ich hab mich mit verschiedenen leuten ausgesprochen und muß gestehen, dass mir offenbar total entgangen sein dürfte, dass ich vermeindliche arschaktionen, die mit zugestossen sind, wieder als (vielleicht noch ärgere?) niederschisse und fehlplatzierte, vernichtende schmähs und unterschwellige beleidigungen an mein umfeld weitergegeben habe. das dürfte nicht sein, und im grunde schäme ich mich auch ganz schön dafür. wir ziehen doch alle an einem strang, dessen war ich mir nicht wirklich bewußt.

nachdem ich, wie gesagt, ein wenig in mich gegangen bin, heute schon um 10 statt um 14 uhr aufgestanden bin und mich trotzdem ausgeruhter und wacher fühle und trotz all meiner vermeindlichen nervenzusammenbrüche besserung gelobe, sehe ich dem letzen tag des festivals und dem gemeinsamen mittagessen von künstlern, freunden und helfenden händen schon mit freude entgegen.

und den siegerfilm der jury kenne ich auch schon, weil der pressetext grade hinter mir aus dem drucker der localbühne quillt …

älter »